Anglerclub Unterzeitlbach e.V.
  Schonzeiten
 
 
                       
                                   
                             

 

Bayern


Das Fischen unter gleichzeitiger Benutzung von mehr als 2 Handangeln (Anbißstellen und Schnur mit oder ohne Rute) ist untersagt.

Hegene:

Besonders die Hegene hatte in der Vergangenheit immer wieder für erhebliche Diskussionen in den Fischereivereinen gesorgt. Diese Debatten – so hoffen die Verantwortlichen – sind mit der neuen Ausführungsverordnung Vergangenheit. Der Begriff der Hegene – Endblei, mehrere Springer mit Anbissstellen - wurde gestrichen. Damit ist diese traditionelle Art Fischerei aber nicht abgeschafft, denn es wurde der Begriff der Handangel entsprechend erweitert. Künftig gilt: Eine Handangel kann bis zu fünf Anbissstellen haben, die aus einem Einfachhaken, einem Zwillingshaken oder einem Drilling bestehen können. Es dürfen aber maximal zwei Handangeln gleichzeitig benutzt werden, wobei dann die Zahl der Anbisstellen sechs nicht überschreiten darf. Wer also mit zwei Angeln fischt, könnte jeweils pro Angel drei Anbisstellen montieren (oder z. B. zwei und vier). Zusätzlich zu beachten gilt, was die Fischereivereine jeweils in ihren Erlaubnisscheinen an Einschränkungen formulieren.

 

Der Fang von Fischen unter Verwendung von Geräten zur Ortung von Fischen oder Fischbeständen ist verboten.

Das Fischen mit dem lebenden Köderfisch ist verboten.

Das Hältern von Fischen im Fanggewässer ist auf die geringstmögliche Dauer zu beschränken. Setzkescher dürfen nur verwendet werden, wenn sie hinreichend geräumig und aus knotenfreien Textilien hergestellt sind. In Setzkeschern gehälterte Fische dürfen nicht in das Fanggewässer zurückgesetzt werden. In Gewässern mit Schiffsverkehr ist das Hältern in Setzkeschem nur erlaubt wenn eine Schädigung der Fische nicht zu erwarten ist.

Schonzeiten und Mindestmaße alle hier gemachten Angaben wurden mit besonderer Sorgfalt recherchiert. Trotzdem kann hier keine Garantie für die Angaben übernommen werden. Letztendlich müssen sie sich über die gesetzlichen Bestimmungen am Angelgewässer kundig machen, bevor sie die Angel auslegen.
regionale Bestimmungen können hiervon abweichen

Fischart

Schonzeit

Mindestmaß

Aal

 

50 cm

Äsche

01.01. - 30.04.

35 cm

Bachforelle

01.10. - 28.02.

26 cm

Bachsaibling

01.10. - 28.02.

20 cm

Bachneunauge

ganzjährig

 

Barbe

01.05. - 15.06.

38 cm

Blaufelchen

15.10. - 31.12.

30 cm

Flussneunauge

ganzjährig

 

Frauennerfling

01.03. - 30.06.

30 cm

Hecht

15.02. - 15.04.

50 cm

Huchen

15.02. - 31.05.

90 cm

Karpfen

 

30 cm

Lachs

ganzjährig

 

Maifisch

ganzjährig

 

Nase

 

30 cm

Rapfen

 

40 cm

Regenbogenforelle

15.12. - 15.04.

26 cm

Seeforelle

01.10. - 28.02.

60 cm

Seesaibling

01.10. - 28.02.

30 cm

Schleie

 

26 cm

Stör

ganzjährig

 

Wels

 

70 cm

Zander

15.03. - 30.04.

50 cm

Ziege

ganzjährig

 

Zope

ganzjährig

 

Der Fischereifachberater des Bezirkes Oberbayern, Dr. Ulrich Wunner, informierte die Vorstände über die aktuellen Bestimmungen zur Elektrofischerei. Um eine Elektrobefischung durchführen zu können bedürfe es einer Indikation und sie müsse bestandsschonend durchgeführt werden, um genehmigt werden zu können. Angezeigt sei sie zum Beispiel bei einer Störung des biologischen Gleichgewichts oder bei einer Notabfischung. Sie müsse tierschutzgerecht vorgenommen werden und der Förderung des Artenschutzes dienen, dann könne sie erlaubt werden. Auch zur Erfolgskontrolle von Artenschutzprogrammen sei eine Elektroabfischung das richtige Mittel. Wallerentnahme zum Beispiel sei aber mit Reusen besser zu bewerkstelligen. Wunner informierte die Vereinsvorstände, dass das Nachtangelverbot in Oberbayern am 15. Februar 2015 aufgehoben wird.
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Bisher gab es in der AVBayFiG keine Definition der Anbissstelle. Mit der letzten Änderung der AVBayFiG ist die Anbissstelle in § 16 Abs. 1 AVBayFiG aber ganz klar als Einfach-, Doppel- oder Drillingshaken definiert.

Diese neue Definition hat Konsequenzen, und für den Angler unmittelbare, praktische Auswirkungen, über die das Landwirtschaftsministerium jetzt aktuell so informierte:
Bis zur aktuellen Änderung der AVBayFiG waren bis zu drei Wobbler an einer Handangel zulässig, da die maximale Zahl von Anbissstellen im „alten“ § 16 AVBayFiG auf drei begrenzt war und ein Wobbler als eine einzige Anbissstelle galt.

Mit der letzten Änderung der AVBayFiG erfolgte nun eine exakte Definition der Anbissstelle, so dass die frühere Auslegung des Begriffs „Anbissstelle“ nicht mehr zutreffend ist. Es gilt ab jetzt nur noch die Definition in der aktuell gültigen AVBayFiG als verbindlich.

Ein Wobbler mit drei Drillingshaken besitzt somit nach gesetzlicher Definition drei Anbissstellen, auch wenn damit in der Praxis kaum drei Fische zu fangen sind.

Es dürfen also zwei Handangeln mit max. je einem Wobbler (mit drei Drillingshaken) bestückt sein, d. h. insgesamt werden an den zwei Handangeln gleichzeitig sechs Anbissstellen verwendet. Eine Handangel darf höchstens einen Wobbler mit drei Drillingen haben (möglich sind auch zwei Wobbler, davon einer mit drei und einer mit zwei Drillingshaken, so dass zusammen fünf Anbissstellen an einer Handangel vorhanden sind).

Der Fischereiverband Oberbayern bittet seine Mitglieder um Beachtung!

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 In begründeten Einzelfällen kann der Bezirk Oberbayern auf Antrag Abweichungen von den Bestimmungen gestatten, wenn hieraus Nachteile für das Fischwasser und für die mit ihm zusammenhängenden Fischwasser nicht zu befürchten sind.

     
 
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